Festpreis oder Stundensatz: Wo liegt der Unterschied, wann passt welches Modell – und worauf du beim Vergleich zweier Webdesign-Angebote wirklich achten solltest.
Vor dir liegen zwei Webdesign-Angebote: eines mit festem Pauschalpreis, eines mit Stundensatz und geschätztem Aufwand. Die Summen unterscheiden sich – und welche davon am Ende die bessere Entscheidung ist, sieht man dem Angebot nicht an.
Kurz gesagt: Beim Festpreis steht dein Budget für einen vorher festgelegten Leistungsumfang fest. Beim Stundensatz zahlst du den tatsächlich angefallenen Aufwand – flexibler, aber schwerer planbar. Entscheidend ist deshalb nicht die Zahl im Angebot, sondern was genau dafür geliefert wird.
Ein Festpreis gilt für eine vorab definierte Leistung. Du weißt von Beginn an, was das Projekt kostet – solange sich der vereinbarte Umfang nicht ändert.
Passt, wenn Seitenstruktur, Funktionen und Inhalte weitgehend feststehen und du sicher planen willst.
Achte darauf: Ein Festpreis funktioniert nur mit einer präzisen Leistungsbeschreibung. Kommen während des Projekts neue Ideen oder zusätzliche Anforderungen dazu, sind das Zusatzleistungen, die neu kalkuliert werden. Fehlt die klare Beschreibung, entsteht genau an dieser Stelle Streit.
Hier zahlst du die Zeit, die tatsächlich anfällt – meist auf Basis einer Schätzung.
Passt, wenn der Umfang noch offen ist, sich das Projekt unterwegs entwickeln soll oder es um laufende Betreuung geht.
Achte darauf: Ohne Budgetgrenze und regelmäßige Zwischenstände kann die Endsumme deutlich über der Schätzung liegen. Verzögerungen durch fehlende Zuarbeit oder Missverständnisse erhöhen die Stundenzahl – und die Rechnung.
Wenn du noch grundsätzlicher überlegst, ob du überhaupt beauftragen willst: Dazu passt der Beitrag Website selbst bauen oder Profi beauftragen.
1. Leistungsumfang: Steht dort nur „Erstellung einer Website" oder sind Konzept, Struktur, mobile Darstellung, Ladezeiten und SEO-Grundeinstellungen einzeln aufgeführt?
2. Korrekturschleifen: Wie viele Überarbeitungsrunden sind enthalten? Fehlt der Punkt, kosten schon kleine Änderungen extra.
3. Inhalte und Zuarbeit: Wer schreibt die Texte, wer wählt Bilder aus, wer pflegt sie ein? Das ist der häufigste versteckte Aufwand.
4. Folgekosten: Bekommst du eine Einweisung, um selbst Kleinigkeiten zu ändern – oder läuft jede spätere Anpassung über Stunden?
Erst wenn diese vier Punkte nebeneinanderstehen, vergleichst du wirklich Angebote und nicht nur Zahlen.
Ja, das ist in der Praxis häufig sinnvoll: Festpreis für die Erstellung mit klar definiertem Umfang, Stundensatz oder Paket für spätere Anpassungen und Pflege.
Sie spiegeln Erfahrung, Spezialisierung und Serviceumfang wider. Ein höherer Satz kann günstiger sein, wenn weniger Stunden anfallen – vergleichbar wird das erst über den geschätzten Gesamtaufwand.
Vereinbare vorab eine Obergrenze und feste Abstimmungspunkte: Ist eine bestimmte Stundenzahl erreicht, wird kurz gesprochen, bevor weitergearbeitet wird.
An fehlender Konkretheit: kein benannter Leistungsumfang, keine Angabe zu Korrekturen, keine Aussage zu Inhalten und Folgekosten. Ein Preis ohne Beschreibung ist keine Grundlage für eine Entscheidung.
Wenn du wissen willst, wie sich Webdesign-Preise konkret zusammensetzen, findest du auf der Seite Website erstellen lassen: Kosten alle Pakete und Leistungen im Detail – oder du buchst direkt ein unverbindliches Erstgespräch.
Autorin: Corinna Hübner, Webdesignerin aus Köthen.