Fünf konkrete Stellen, an denen Websites Interessenten ausbremsen – mit Beispielen, wie die bessere Lösung aussieht und was du direkt ändern kannst.
Deine Website ist online, sie sieht ordentlich aus – trotzdem meldet sich kaum jemand. Häufig liegt das an wenigen konkreten Stellen, die Interessenten den nächsten Schritt schwerer machen als nötig.
Die kurze Antwort: Fünf Stellen sind besonders oft betroffen – ein Einstieg, der das Angebot nicht benennt, ein unklarer nächster Schritt, eine umständliche Kontaktaufnahme, Texte, die man nicht überfliegen kann, und fehlende Nachvollziehbarkeit zu dir und deiner Arbeit. Dieser Artikel zeigt für jede Stelle, woran du sie erkennst und wie die bessere Lösung aussieht. Wenn du zuerst wissen möchtest, in welchem Bereich die Ursache liegt, fang dort an.
Ganz oben steht ein Satz wie „Willkommen auf meiner Seite“ oder ein Bild mit einem stimmungsvollen Slogan. Wer dich noch nicht kennt, weiß danach nicht, was du anbietest und für wen.
Du erkennst es daran, dass du selbst kurz überlegen musst, wie du deinen ersten Satz jemandem außerhalb deiner Branche erklären würdest.
Der erste Bereich beantwortet drei Dinge: Was machst du, für wen, und was hat das Gegenüber davon.
Schreibe den Satz so, wie du ihn im Gespräch sagen würdest, und vermeide Fachbegriffe. Welche Elemente rund um diesen Einstieg noch dazugehören, steht in welche Bausteine eine verkaufende Website braucht.
Auf vielen Seiten stehen mehrere gleichwertige Angebote nebeneinander: Newsletter, Kontakt, Termin, PDF, Social Media. Mehrere gleichwertige Handlungsoptionen können die Orientierung erschweren.
Du erkennst es, wenn du auf deiner Startseite nicht sofort sagen kannst, welche eine Handlung du dir wünschst.
Lege pro Seite eine Hauptaktion fest und wiederhole sie. Alles andere wird optisch nachrangig.
Ein Formular mit zehn Pflichtfeldern, eine Telefonnummer als Bild, eine Kontaktseite, die nur über das Menü erreichbar ist – zusätzliche Hürden können die Kontaktaufnahme unnötig erschweren.
Du erkennst es, indem du dir selbst über dein eigenes Formular eine Anfrage schickst, am besten auf dem Smartphone.
Lange, gleichförmige Absätze werden online selten Wort für Wort gelesen. Wenn Zwischenüberschriften, Aufzählungen und Hervorhebungen fehlen, muss man den ganzen Text lesen, um die relevante Information zu finden.
Du erkennst es, wenn du eine Seite herunterscrollst und nur an den Überschriften nicht sagen kannst, worum es geht.
Zum Überfliegen gehört auch, dass die Seite auf dem Smartphone zügig nutzbar ist. Große oder nicht passend optimierte Bilder können die Ladezeit beeinträchtigen – exportiere sie in der Größe, in der sie tatsächlich angezeigt werden, und in einem modernen Bildformat.
Eine Seite ohne Gesicht, ohne Namen und ohne Einblick in die Arbeitsweise wirkt austauschbar. Interessenten möchten einschätzen können, mit wem sie es zu tun haben.
Du erkennst es, wenn auf deiner Seite außer der Leistungsbeschreibung nichts steht, das jemand anderes nicht genauso schreiben könnte.
Wie so etwas aussehen kann, siehst du an den Beispielen umgesetzter Websites.
Nimm dir die Punkte einzeln vor, beginnend beim Einstieg, denn der betrifft jeden Besuch. Danach folgen der nächste Schritt und die Kontaktaufnahme, weil beide direkt an der Anfrage hängen. Textaufbau und Nachvollziehbarkeit wirken langfristiger.
Wenn du nach mehreren Änderungen weiterhin keine Anfragen bekommst, liegt der Engpass möglicherweise gar nicht auf der Seite selbst, sondern davor – etwa bei der Sichtbarkeit. Dann hilft der Überblick, in welchem Bereich die Ursache liegt.
Wenn du eine Einschätzung von außen möchtest, schaue ich mir deine Seite bei einer kostenlosen Website-Analyse an.
Nein. Jeder Punkt wirkt für sich. Sinnvoll ist die Reihenfolge von oben nach unten, weil der Einstieg jeden Besuch betrifft und die Kontaktaufnahme direkt an der Anfrage hängt.
Das lässt sich nicht versprechen. Diese Punkte beseitigen Hürden auf der Seite. Wenn kaum jemand die Seite besucht oder die Besucherinnen etwas anderes suchen als dein Angebot, wirken sie kaum – dann liegt der Engpass vorher.
Dann arbeite mit dem, was echt ist: deinem Hintergrund, deiner Arbeitsweise, dem Ablauf einer Zusammenarbeit, Beispielprojekten oder einer Beschreibung typischer Ausgangssituationen. Das schafft ebenfalls Nachvollziehbarkeit.
Texte, Struktur und Handlungsaufrufe lassen sich in den meisten Systemen selbst anpassen. Aufwendiger wird es, wenn Technik oder Aufbau der Seite die Änderungen nicht zulassen.
Such dir einen Punkt aus dieser Liste aus und ändere ihn heute. Ein klarer Einstiegssatz oder ein eindeutiger Button sind gute Anfänge.
Und wenn du lieber gemeinsam draufschauen möchtest: kostenloses Erstgespräch buchen.
Autorin: Corinna Hübner, Webdesignerin aus Köthen.